March 27, 2025
Know-how

Was müssen Start-ups beachten, bevor sie die Series A raisen?

Die Series A ist ein entscheidender Meilenstein für jedes Start-up. Wer diese Finanzierungsrunde erfolgreich abschließt, sichert sich nicht nur Kapital für weiteres Wachstum, sondern auch strategische Partner:innen, die langfristig mit an Bord sind. Doch was genau erwarten Investor:innen in dieser Phase? Welche Fehler sollten Start-ups vermeiden? Und gibt es Besonderheiten für HR-Tech-Start-ups? In diesem Beitrag erfährst du, welche Voraussetzungen dein Unternehmen erfüllen sollte, um in der Series A Founding Round erfolgreich zu raisen.
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1. Nachweis eines klaren Produkt-Markt-Fits

Investor:innen in der Series A suchen Start-ups, die bereits bewiesen haben, dass ihr Produkt ein echtes Problem löst und zahlende Kund:innen hat. Hierbei kommt es auf folgende Faktoren an:

  • Wachsender Kund:innenstamm: Ihr solltet mehr als nur erste Pilotkund:innen haben und zeigen, dass euer Marktpotenzial groß ist.
  • Kundenbindung und Retention-Rate: Sind eure Kund:innen zufrieden und bleiben sie langfristig? KPIs wie wiederkehrende Nutzer:innenzahlen oder verlängerte Vertragslaufzeiten sind entscheidend – gerade im HR-Tech-Space, in dem viele Start-ups SaaS-Produkte anbieten.
  • Verlässliche Daten: Case Studies und Zahlen sollten zeigen, dass eure Lösung Prozesse effizienter macht oder Kosten reduziert. HR-Tech-Start-ups können dies beispielsweise mit eingesparten Arbeitsstunden oder verbesserter Time-to-Hire nachweisen.

2. Ein skalierbares Geschäftsmodell

Start-ups, die eine Series A anstreben, sollten über ein Geschäftsmodell verfügen, das nachweislich funktioniert und skalierbar ist. Investor:innen achten darauf, dass:

  • Die Unit Economics stimmen: Die Kund:innenakquisitionskosten (CAC) müssen sich in einem realistischen Zeitraum durch den Customer Lifetime Value (CLV) amortisieren.
  • Das Wachstum planbar ist: Kann der Vertrieb effizient skaliert werden? Gibt es Strategien zur Expansion?
  • Die technische Skalierbarkeit gegeben ist: Gerade im HR-Tech-Bereich müssen Lösungen sicher und DSGVO-konform sein. Oft ist es auch wichtig, dass sie sich in bestehende HR-Systeme (z. B. SAP, Workday, Personio) integrieren lassen.

3. Starke Umsatzentwicklung und klare Finanzstruktur

In der Series A geht es nicht mehr nur um Visionen – Investor:innen erwarten klare Zahlen und eine solide Finanzstruktur. Dazu gehören:

  • Solide monatliche/wiederkehrende Umsätze (MRR/ARR): SaaS-Start-ups sollten ein Wachstum von mindestens 15–20 % pro Monat vorweisen können.
  • Realistische Finanzplanung: Welche Investitionen sind nötig, um das Wachstum zu erreichen? Welche Meilensteine werden mit dem neuen Kapital erreicht?
  • Unit Economics und Cashflow-Management: Gerade für HR-Tech-Start-ups ist es essenziell, wiederkehrende Umsatzquellen zu schaffen, um Abhängigkeiten von einmaligen Projekten zu vermeiden.

4. Ein starkes Team mit klarer Rollenverteilung

Investor:innen investieren in Teams. Sie wollen sehen, dass:

  • Das Gründer:innenteam komplementäre Fähigkeiten mitbringt (z. B. Tech, Vertrieb, Finanzen).
  • Die Führungsriege Erfahrung im Skalieren von Unternehmen hat.
  • Klare Prozesse und Verantwortlichkeiten definiert sind.

Im HR-Tech-Bereich ist es zudem wichtig, sich mit HR-Entscheider:innen zu vernetzen und deren spezifische Herausforderungen zu kennen. Teams mit HR-Expertise oder externer Beratung sind hier im Vorteil – gut, dass allygatr euch dabei unterstützt.

5. Marktpotenzial und Wettbewerb klar verstanden

Kein:e Investor:in steigt in ein Start-up ein, das den Markt nicht genau kennt. Wichtig ist:

  • Detaillierte Marktanalyse: Welche Marktgröße adressiert ihr? Welche Trends spielen euch in die Karten?
  • Wettbewerbsanalyse: Wer sind eure Hauptkonkurrent:innen? Wie grenzt ihr euch ab?
  • Eure Positionierung: HR-Tech-Start-ups sollten zeigen, warum sie eine Lücke in einem bereits fragmentierten Markt besetzen können.

6. Saubere Due Diligence und rechtliche Absicherung

Bevor ein:e Investor:in Kapital investiert, werden alle Aspekte des Unternehmens geprüft. Hierbei sind entscheidend:

  • Gründungs- und Gesellschaftsverträge müssen sauber strukturiert sein.
  • Datenschutz & Compliance: Besonders im HR-Tech-Sektor sind DSGVO-Konformität und Datenschutz ein Muss.
  • IP und Technologie: Wem gehört der Code? Sind alle Lizenzen geklärt?

7. Die richtigen Investor:innen auswählen

Nicht jede:r Investor:in passt zu jedem Start-up. Wichtige Fragen:

  • Hat der oder die Investor:in Erfahrung in eurem Markt?
  • Kann er oder sie strategischen Mehrwert bieten?
  • Hat er oder sie Follow-on-Kapital für spätere Runden?

Gerade HR-Tech-Start-ups profitieren von spezialisierten Investor:innen mit tiefem Branchenwissen und den richtigen Netzwerken. Im Pre-Seed-Bereich ist allygatr hier Branchenführer.

Fazit: Eine starke Vorbereitung entscheidet über den Erfolg

Die Series A ist ein wichtiger Schritt für jedes Start-up – eine unzureichende Vorbereitung kann das Wachstum ausbremsen oder Investor:innen abschrecken. Wer jedoch seine Hausaufgaben macht, ein klares Wachstumskonzept hat und die passenden Investor:innen auswählt, kann sich das Kapital sichern, das für den nächsten Skalierungsschritt nötig ist.

Suchst du als HR-Tech-Start-up die richtige Unterstützung auf dem Weg zur Series A? allygatr hilft dir, dein Unternehmen strategisch aufzustellen und die richtigen Investor:innen zu finden.

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